Mein Weg zum Triathlon
Wir schreiben das Jahr 2000. Und wie so oft im Leben, beginnt alles mit einer Wette. Mein Vater setzt sich, wie die Männer halt so sind, zu seinem 50er ein ehrgeiziges Ziel: einen Marathon laufen und das noch unter drei Stunden.
Nachdem es sich alleine aber nur halb so unterhaltsam trainiert, motiviert er auch mich sich sei¬nem Lauf-Abenteuer anzu¬schließen. Ich bin ursprünglich gar nicht begeistert von der Idee, schließlich sind meine täglichen Marlboros nicht die beste Basis für die 42,193 Kilometer. Aber was solls, ich lass die Aschenbecher sauber und beginne zu laufen. Nach einem halben Jahr Training finishe ich in Wien mit 3:13 und dem persönliche Fazit: “Das tu ich mir nicht mehr an”. Der Papa übrigens, der hat frühzeitig das Handtuch geworfen.
Der Triathlon ist noch weit entfernt.
2003 von Freunden die sich selbst einmal den 3 Disziplinen gestellt haben und wie immer auch der Vater im Spiel der von den Hawaii Mythos fasziniert war.
Dann Athen. Olympische Spiele 2004. Ein Vormittag, der den österreichischen Sport auf den Kopf stellt. Kate Allen schwimmt, radelt und läuft zu Gold im olympischen Triathlon. ORF Reporter Christopher Di Ryan wird ähnlich narrsich wie Edi Finger anno dazumal, 1978 in Cordoba. Ich sitze vor dem Fernseher, bin gefesselt von der Atmosphäre und von Kate`s Leistung. „Sie ist für mich ein Phänomen. Zeigt, daß nichts
unmöglich ist. Zuerst ganz hinten und dann ganz oben. Das ist er nun also, dieser Spirit, dieser Geist. Und diese Entschlossenheit, es selbst zu versuchen. Sich dem Mythos Triathlon voll hinzugeben. Was nun folgt, ist ein kleines sportliches Wunder. Denn von praktisch Null katapultiere ich mich mitten hinein in die Elite.
zurück